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WhatsApp-Chats können gefälscht werden

WhatsApp-Chats können gefälscht werden

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Check Point Research, die Threat Intelligence-Abteilung von Check Point Software Technologies Ltd., gab auf der Black Hat-Konferenz in Las Vegas  Details zu drei Schwachstellen in der WhatsApp-Verschlüsselung bekannt. Für die Nachforschungen haben die Sicherheitsforscher ein spezielles Werkzeug entwickelt und die Verschlüsselung rekonstruiert. Zwar wurde die eine Schwachstelle bereits von den Sicherheitsleuten des beliebten Messengers behoben, doch es bleibt das Unbehagen zurück, dass die als völlig sicher eingestufte Verschlüsselung der Chats tatsächlich ausgehebelt werden konnte.

Der Webseite 99 Firms zufolge besitzt WhatsApp über 1,5 Milliarden Nutzer in über 180 Ländern. Im Durchschnitt überprüfen diese Menschen ihre Chats mehr als 23 Mal pro Tag. Die App birgt daher ein grosses Potenzial für Online-Betrug, Gerüchte und Fake News in sich. Genau das könnten gewöhnliche Kriminelle und andere Gruppierungen im Sinn haben, weswegen WhatsApp für sie ein sehr interessantes Ziel ist.

Die Sicherheitsforscher rekonstruierten die Verschlüsselung durch die Umkehrung des Algorithmus, der zur Entschlüsselung von Datensätzen dient. Nach der Entschlüsselung der WhatsApp-Kommunikation stellten sie fest, dass im Nachrichten-Modul hierfür das ‚protobuf2-Protokoll‘ verwendet wird. Die Konvertierung dieser protobuf2-Daten in Json gab freie Einsicht auf die gesendeten Parameter und gab den Forschern die Möglichkeit, diese zu manipulieren, um die IT-Sicherheit von WhatsApp zu untersuchen. Das Ergebnis der Forschung ist eine Burp Suit Extension und die drei folgenden Manipulationsmethoden:

  1. Verwenden der Zitier-Funktion in einem Gruppengespräch, um die Identität des Zitatgebers zu ändern, selbst dann, wenn diese Person kein Mitglied der Gruppe ist.
  2. Änderung der Antwort eines anderen Teilnehmers, um ihm unbemerkt andere Wörter in den Mund zu legen.
  3. Versenden einer privaten Nachricht an einen anderen Gruppenteilnehmer, die aber als öffentliche Nachricht getarnt ist. Antwortet die Zielperson, ist die Nachricht für alle Teilnehmer des Gespräches sichtbar.

WhatsApp hatte bereits vor der Kontaktierung durch die Sicherheitsforscher die dritte Schwachstelle geschlossen, doch die Gruppe um Oded Vanunu, Head of Products Vulnerability Research bei Check Point, hatte zusätzlich herausgefunden, dass zitierte Nachrichten weiterhin manipuliert werden konnten, um falschen Informationen den Anstrich einer vertrauenswürdigen Quelle zu verleihen.

Mehr zu den Nachforschungen über WhatsApp lesen Sie im Check Point Research Blog-Beitrag.

 

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