3D-Druck Projekt: Das ultimative MagSafe Dock für iPhone & Apple Watch im Test

Wer mich kennt, weiss: Wenn mich ein Thema packt, dann richtig. Vor einiger Zeit ist bei mir ein Bambu Lab P1S eingezogen, und seitdem glühen die Düsen. Nach mittlerweile über 240 Druckstunden (ja, ich habe im Menü nachgeschaut!) war es Zeit für ein Projekt, das nicht nur funktional ist, sondern auch meinen Schreibtisch im Büro oder später den Nachttisch im neuen Zuhause optisch aufwertet.

Heute stelle ich euch den Radial MagSafe Stand 3DP-RM-1 vor. Ein Gadget, das mehr ist als nur eine Plastikhalterung – es ist eine durchdachte Ladestation inklusive Ambient-Light. Ich nehme euch mit in die Welt des 3D-Drucks und des perfekten Apple-Setups.

Warum eigentlich 3D-Druck?

Viele fragen mich, warum ich Dinge selbst drucke, anstatt sie einfach fertig zu kaufen. Die Antwort ist simpel: Individualität und Passgenauigkeit. Beim Radial MagSafe Stand konnte ich nicht nur die Farbe selbst wählen (dazu gleich mehr), sondern auch sicherstellen, dass meine originalen Apple-Kabel perfekt integriert sind.

Mein Drucker, der Bambu Lab P1S, hat bisher treue Dienste geleistet. Ob Monitor-Untersteller fürs Büro oder kleine Gadgets – die Zuverlässigkeit ist beeindruckend. Doch kommen wir zum eigentlichen Star des Tages: dem 3DP-RM-1.


Die Einkaufsliste: Was du für das Projekt benötigst

Ein 3D-Drucker allein reicht hier nicht ganz aus, denn das Projekt ist ein Hybrid aus gedruckten Teilen und Technik-Komponenten. Wenn du das Projekt nachbauen möchtest, brauchst du:

  1. Das gedruckte Gehäuse: Bestehend aus dem Standfuss, der Rückwand, der Apple Watch Halterung und dem Diffusor.
  2. Apple MagSafe Charger: Für das schnelle, magnetische Laden deines iPhones (hier kaufen).
  3. Apple Watch Ladekabel: Ob 1m oder 2m Version ist dir überlassen, im Stand lässt es sich gut verstauen (hier kaufen).
  4. LED Lamp Kit 001 von Maker World: Das sorgt für den coolen Lichteffekt nach hinten (hier kaufen).
  5. Kleber (optional): Ein bisschen Sekundenkleber hilft, die Teile final zu fixieren, obwohl vieles auch so perfekt klickt.

Der Zusammenbau: Geduld ist eine Tugend

Ich gebe es zu: Ich war ungeduldig. Als ich die Datei hatte, war nur noch rotes Filament in ausreichender Menge da. Also wurde der Stand kurzerhand rot. Das ist das Schöne am 3D-Druck: Du bist flexibel. Wenn dir Rot nicht passt, druck es in Schwarz, Weiss oder transparentem Grün.

Schritt 1: Das Grundgerüst

Zuerst werden die Hauptteile zusammengesetzt. Der Standfuss hat eine clevere Aussparung für das Kabelmanagement. Die Kabel werden von unten nach oben durchgefädelt. Hier zeigt sich die Qualität des Designs – alles ist sehr eng bemessen, damit später nichts wackelt.

Schritt 2: Licht ins Dunkel bringen

Das LED-Kit von Maker World wird in die Rückseite gedrückt. 
Pro-Tipp von mir: Achtet von Anfang an darauf, wie das Kabel wegführt. Einmal fest reingedrückt, sitzt die LED bombenfest. Ich musste ordentlich Kraft aufwenden, um sie noch einmal zu korrigieren. Danach kommt der Diffusor drüber, der das Licht sanft bricht, damit es nicht blendet.

Schritt 3: Integration der Apple-Hardware

Das iPhone-MagSafe-Modul wird durch die Vorderseite geführt. Es gibt verschiedene Versionen der Druckdatei, je nachdem, wie viel „Spiel“ man möchte. Bei mir saß es wie angegossen – „plan“ mit der Oberfläche. Danach folgt das Apple Watch Ladepad oben im Clip.

Schritt 4: Das Kabel-Chaos bändigen

Drei Kabel (LED, MagSafe, Apple Watch) kommen unten am Stand zusammen. Der Designer hat hier an einen kleinen Clip gedacht, der die Kabel zu einem Strang bündelt. Wer es ganz sauber mag, nutzt zusätzlich einen Schrumpfschlauch. So sieht es aus wie aus einem Guss.


Der Schreckmoment: Wenn die Technik streikt

Mitten im Video-Dreh kam der Fail: Die LED leuchtete nicht! Mein erster Gedanke: „Mist, das Teil ist kaputt, ich muss bei Maker World reklamieren.“ Aber nach kurzem Troubleshooting stellte sich heraus: Meine Powerbank hat schlichtweg zu wenig Saft geliefert. An einer richtigen Stromquelle mit USB-Adapter leuchtete alles in sattem Glanz. Also: Vorher die Stromquelle checken!


Der Standby-Modus: iPhone als smarter Wecker

Warum der ganze Aufwand? Seit iOS 17 gibt es den Standby-Modus. Wenn das iPhone quer auf einem MagSafe-Lader liegt, verwandelt es sich in eine smarte Anzeige.

  • Nachttisch-Modus: Sanfte rote Uhrzeit, die nachts nicht stört.
  • Widget-Anzeige: Wetter, Kalender oder HomeKit-Steuerung auf einen Blick.
  • Fotorahmen: Deine schönsten Erinnerungen rotieren während des Ladens.

Mit dem Radial Stand sieht das nicht nur aus wie ein High-End-Produkt von Bang & Olufsen, sondern es funktioniert auch so ;-).

3D-Druck - MagSafe Ladestation
3D-Druck – MagSafe Ladestation

Vielseitigkeit: Nicht nur fürs iPhone

Ein cooles Detail, das ich im Test bemerkt habe: Du kannst hinten nicht nur deine Apple Watch laden. Auch die AirPods Pro (oder die 2. Gen mit MagSafe Case) lassen sich dort problemlos andocken. So hast du eine 3-in-1 Station auf kleinstem Raum.


Fazit: Lohnt sich der Druck?

Absolut! Die detaillierte Anleitung des Entwicklers ist jeden Cent wert. Er gibt genau an, welche Druckeinstellungen (Infill, Support, Schichthöhe) nötig sind, damit am Ende alles passt.

Was mir besonders gefällt:

  • Indirektes Licht sorgt für eine tolle Atmosphäre im Büro.
  • Massive Bauweise – da verrutscht nichts.
  • Sauberes Kabelmanagement.

Für die Zukunft plane ich schon das nächste Projekt: Eine Schreibtisch-Erhöhung mit integrierten Halterungen für mein Stream Deck. Der 3D-Drucker wird also so schnell nicht stillstehen.

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