Apple hat die nächste Generation seiner beliebten Tracker vorgestellt: Den Apple AirTag 2. Ich habe mir das neue Modell direkt bestellt und für euch im Alltag und im Büro getestet. Lohnt sich das Upgrade wirklich? Und wo liegen die feinen Unterschiede zum Vorgänger? Ich habe mir das Ganze genau angeschaut.
Wer mich kennt, weiss: In meinem Haushalt und im Büro wimmelt es nur so von AirTags. Sie stecken in meinen Taschen, im Rucksack, am Schlüsselbund und in fast jedem wichtigen Ausrüstungsgegenstand. Ich habe über die Jahre auch viele Alternativprodukte ausprobiert, aber am Ende lande ich immer wieder beim Original von Apple. Warum das so ist und was die zweite Generation jetzt noch besser macht, erfährst du in diesem ausführlichen Testbericht.
Der erste Eindruck: Unboxing und das „Magic“-Setup
Das Auspacken eines Apple-Produkts ist immer ein Erlebnis, auch wenn es sich um einen so kleinen Chip handelt. In der Verpackung findest du neben dem AirTag selbst die üblichen Kurzanleitungen in verschiedenen Sprachen. Aber mal ehrlich: Wer liest die heute noch?
Das Setup ist so simpel geblieben, wie wir es lieben. Du hältst den AirTag einfach ca. 5 cm an dein iPhone, und sofort erscheint das bekannte Pop-up-Fenster. Ein Klick, und das Gerät ist registriert. Bevor es losgeht, ziehst du die kleine Plastiklasche heraus. Erst dann wird der Batteriekontakt geschlossen, der AirTag „bimmelt“ kurz und signalisiert: Ich bin bereit.
Warum das Original? Der entscheidende Vorteil bei der Batterie
Viele fragen mich: „Martin, warum kaufst du die teuren AirTags, wenn es günstigere Alternativen gibt?“ Die Antwort ist simpel: Die Batterielaufzeit.
Und ja, ich habe zahlreiche Alternative AirTags im Einsatz, aber eben auch einige Apple Originale, deshalb kann ich den Vergleich auch gut anstellen.
Ich sehe es gerade wieder bei meiner Tochter. Sie nutzt ein Alternativprodukt, und ich muss gefühlt ständig neue Batterien nachkaufen, weil das Ding schon wieder leer ist. Die Apple AirTags sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, aber sie gehen extrem effizient mit der Energie der Knopfzelle um. Beim neuen Modell bin ich gespannt, ob er die Messlatte des Vorgängers halten kann, aber die ersten Anzeichen sprechen absolut dafür. Auf lange Sicht sparst du hier nicht nur Nerven, sondern auch Geld für Ersatzbatterien.
Die Neuerungen der Hardware: Was ist wirklich neu?
Optisch sehen sich die beiden Generationen zum Verwechseln ähnlich. Die Masse sind identisch, was eine fantastische Nachricht für alle ist, die bereits in Zubehör investiert haben. Ob gekaufte Lederanhänger oder – wie in meinem Fall – selbst gedruckte Halterungen aus dem 3D-Drucker: Alles passt weiterhin perfekt.
1. Der neue UWB2-Chip: Ein Gamechanger für die Suche
Die wichtigste Neuerung steckt im Inneren. Apple verbaut nun den UW2-Chip (Ultra-Wideband der zweiten Generation). Dieser sorgt für eine deutlich stabilere und vor allem weitreichendere Verbindung. In meinem Test im Büro (das zugegebenermassen voller Technik steht, die Signale stören könnte) hat die Suche deutlich schneller reagiert als beim alten Modell.
2. IP76-Zertifizierung: Jetzt wird es robust
Ein Detail, das man leicht übersieht, das aber im Alltag den Unterschied macht: Der neue AirTag ist IP76-zertifiziert. Das bedeutet, er ist nicht nur gegen Staub geschützt, sondern kann auch mit Feuchtigkeit und sogar richtigem Wasser deutlich besser umgehen als der Vorgänger. Wer seinen AirTag außen am Rucksack trägt oder ihn am Halsband des Hundes befestigt, wird diesen zusätzlichen Schutz zu schätzen wissen.
3. Lautstärke: Höher, schneller, weiter
Ich habe beide Modelle nebeneinander gelegt und den Ton abgespielt. Das Ergebnis: Der AirTag 2 ist definitiv lauter. Aber es ist nicht nur die reine Lautstärke, sondern auch die Frequenz. Der zusätzliche Ton am Ende des Such-Signals ist deutlich höher. Das sorgt dafür, dass man das Bimmeln auch dann noch gut hört, wenn der Tracker tief unten im Rucksack oder unter einem Sofa vergraben ist.
Der Praxistest: Reichweite unter Realbedingungen
Ich bin für euch rausgegangen, um zu sehen, wie weit der neue UWB2-Chip wirklich funkt. Während mein vollgestopftes Studio die Signale etwas dämpft, zeigt sich draußen das wahre Potenzial:
- 13 Meter: Die Verbindung steht bombenfest.
- 18 Meter: Selbst um die Ecke herum erkennt mein iPhone den AirTag noch präzise.
- Der Vergleich zum alten Modell: Während der AirTag der ersten Generation bei ca. 10 bis 12 Metern an seine Grenzen stiess (oder die Richtungsanzeige ungenau wurde), führt mich der AirTag 2 noch souverän weiter.
Dieser Reichweitenvorteil ist vor allem in unübersichtlichen Umgebungen – wie am Flughafen oder in grossen Parkhäusern – ein massiver Benefit.
Software-Features: Standort teilen leicht gemacht
In der „Wo ist?“-App gibt es nun noch mehr Möglichkeiten. Du kannst den Standort deines AirTags jetzt ganz einfach mit anderen Personen teilen. Das ist perfekt für das Familienauto oder Gegenstände, die gemeinsam genutzt werden.
Ein besonders cooles Feature für Reisende: Du kannst den Standort deines Gepäckstücks (wenn der AirTag im Koffer liegt) temporär mit der Luftfahrtgesellschaft teilen. Sollte dein Koffer also mal nicht am Förderband ankommen, kannst du dem Personal am Schalter direkt zeigen, wo sich dein Hab und Gut befindet. Das spart Zeit und Nerven.

Woran erkenne ich den neuen AirTag 2?
Falls du dir unsicher bist, welches Modell du vor dir hast (oder falls dir jemand ein gebrauchtes Gerät verkaufen möchte), schau auf die Rückseite:
- Die Beschriftung: Auf der Rückseite des neuen Modells steht nun explizit „UWB“ und „IP76“.
- Symbole: Das CE-Zeichen sowie das Symbol für die korrekte Entsorgung (Mülltonne) sind nun direkt auf dem Gehäuse aufgebracht. Das fehlte beim alten Modell komplett.
Fazit Apple AirTag 2: Lohnt sich der Kauf?
Der Apple AirTag 2 ist keine Revolution, aber eine sehr konsequente Evolution. Apple hat genau an den richtigen Stellschrauben gedreht:
- Mehr Reichweite durch den UW2-Chip.
- Bessere Haltbarkeit durch IP76.
- Höhere Lautstärke für schnelleres Finden.
- Dennoch gleiches Design und grösse: Somit kompatibel mit allem Zubehör dass es so gibt.
Wenn du bereits AirTags der ersten Generation hast, musst du nicht zwingend alle austauschen. Aber für neue Gegenstände oder Orte, an denen es auf Reichweite ankommt (z.B. das Auto), ist die zweite Generation die absolut bessere Wahl.
Wie sieht es bei dir aus? Wo setzt du deine AirTags ein? Hast du schon kuriose Dinge mit den kleinen Trackern wiedergefunden? Schreib es mir gerne unten in die Kommentare oder schick mir eine Nachricht über Social Media. Ich bin gespannt auf eure Geschichten!